Was ist Voltige?
Zur Ausrüstung gehören:
Voltigierer
Die Geschichte des Voltigierens Voltigieren ist eine sehr alte Sportart. Aus der
Literatur und aus historischen Aufzeichnungen ist ersichtlich, dass bei den
altrömischen Spielen, neben Pferde- und Wagenrennen auch akrobatische Übungen
auf galoppierenden Pferden gezeigt wurden. Schon damals gehörte das "Voltigieren"
zum festen Bestandteil des Ausbildungsprogramms junger Römer der sozialen
Oberschicht. Im Mittelalter führten die Ritter die kunstvollen Übungen in voller
Rüstung auf. In der Renaissance gehörte das Voltigieren zu den Grundübungen an
den Ritterakademien. In dieser Zeit (17. Jahrhundert) entstand der Begriff
"Voltigieren" ( „La Voltige" etwa "das Rossspringen") und bezeichnete als
Oberbegriff die gymnastisch-turnerischen Übungen am sich bewegenden lebendigen
Pferd. Der absolute Höhepunkt in der Geschichte des Voltigierens war das einmalige
Auftreten bei den Olympischen Spielen in Antwerpen, im Jahre 1920, unter dem
Namen "Kunstreiten" Das heutige Voltigieren findet seinen Ursprung gegen Ende der
vierziger Jahre. In der Chronik findet man seit dieser Zeit folgende wichtige Fakten:
1958
Vorläufige Richtlinien
1963
Erste Deutsche Meisterschaft der Voltigiergruppen in Wiesbaden
1964
Erste offizielle Richtlinien
1983
Erstes internationales Reglement der FEI
1984
Erste Europameisterschaft in Ebreichsdorf bei Wien
1986
Erste Deutsche Meisterschaft im Einzelvoltigieren in Mannheim
1986
Erste Weltmeisterschaft in Bulle/Schweiz.
Voltigieren bedeutet , gymnastische, turnerische oder akrobatische Übungen
auf einem Pferd oder Pony. Das Pferd bewegt sich dabei an der Longe, auf der
Kreislinie des Zirkels, in der Reitbahn. Voltigierübungen werden beim Training in
den Pferdegangarten Schritt, Trab oder Galopp ausgeführt. Im Wettkampf, d. h.
beim Voltigierturnier, wird grundsätzlich im Galopp voltigiert. Zum Voltigieren ist
das Pferd (im Gegensatz zum Reiten) anstelle des Sattels mit einem Voltigiergurt
mit zwei Griffen und einer Decke ausgerüstet. Die Longenführung ersetzt die
Zügelführung des Reiters, die treibenden Hilfen sind der Einsatz von Stimme und
Peitsche des Longenführers. Der Longenführer ist fast immer auch der Ausbilder,
d. h. der Trainer, der Voltigierer.
Die Voltigierpferde müssen für internationale Turniere mindestens sechs Jahre
alt sein und werden vor den Wettkämpfen einer Verfassungsprüfung
unterzogen. Hierbei wird insbesondere die körperliche Verfassung des Pferdes
geprüft, ob dieses den Anforderungen des Turniers entspricht
Pferd
© Voltige Bazenheid 2010